Zuger Sinfonietta: «Aus meinem Leben»
Das Barra Quartett präsentiert Janáčeks «Kreutzersonate» und Smetanas «Aus meinem Leben» – zwei eindringliche Werke über Liebe, Freiheit, Leben und menschliche Abgründe.
Programm:
Leoš Janáček (1854–1928)
Streichquartett Nr. 1 «Kreutzersonate»
Bedřich Smetana (1824–1884)
Streichquartett Nr. 1 e-Moll «Aus meinem Leben»
Musikerinnen:
Barra Quartett
Helen Steinemann-Müller, Violine
Salome Hagenbüchle, Violine
Lenka Bonaventurova, Viola
Alexandra Iten Bürgi, Violoncello
Anfang Oktober ist das Barra Quartett (bestehend aus Musikerinnern der Zuger Sinfonietta) mit gleich zwei bedeutungsträchtigen Werken der Quartettliteratur beim Fyrabig-Konzert in Risch-Rotkreuz zu Gast:
Leoš Janáček komponierte seine «Kreutzersonate» basierend auf Lew Tolstois gleichnamiger Novelle über das moralische Problem des Ehebetrugs aus dem Jahr 1890. Im Gegensatz zu Tolstoi stellt sich Janáček auf die Seite der Frau und verarbeitet den Stoff fast opernhaft in einem Quartett, das sich um die Freiheit und Unabhängigkeit der Frau in der Gesellschaft dreht. Smetanas erstes Streichquartett ist, wie auch Janáčeks Werk, eine Reise in die Abgründe der menschlichen Psyche und lässt das Leben des Komponisten Revue passieren. In der Intimität des Streichquartetts bringt der Komponist seine jugendlichen Sehnsüchte und Freuden, die erste Liebe und schliesslich seine zermürbende Taubheit zum Erklingen.
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